Suchtmittelmissbrauch - Allgemeine Informationen

22. März 2021
von Krisenintervention an Schulen

In immer jüngerem Alter werden jugendtypische Drogen wie Cannabis, Extasy und andere Amphetamine in selbstschädigendem Maß konsumiert. Häufig bringen die Betroffenen ungünstige Entwicklungsbedingungen - wie Traumatisierungen- mit, die eine Suchtentwicklung fördern. Gerade im Jugendalter sind Suchtprobleme häufig von Persönlichkeitsentwicklungsstörungen begleitet, was insofern besonders gefährlich ist, da es sich im Jugendalter um eine sensible Phase der Persönlichkeitsentwicklung handelt. Auch der Konsum von Alkohol stellt ein zunehmendes Problem dar, da sich zwar weniger die Gebrauchshäufigkeit verändert als vielmehr die Konsummuster.

Binge - Eating - Allgemeine Informationen

22. März 2021
von Krisenintervention an Schulen

Was ist Binge Eating?

Binge Eating (binge=schlingen) unterscheidet sich von der Bulimie dadurch, dass keine Gegenmaßnahmen (kompensatorisches Verhalten) nach einem Essanfall getroffen werden. Binge Eating ist eine seelisch bedingte (psychogene) Essstörung, die meist mit Übergewicht oder Adipositas verbunden ist, aber ebenso bei Normalgewichtigen auftreten kann. Es kommt zu häufige Heißhungeranfälle mit dem Verzehr großer Mengen, gestörtem Essverhalten zwischen den Essanfällen (abwechselnd restriktives und unkontrolliertes Essen), zu fehlender Regelmäßigkeit bei der Ernährung, zu häufigem Diäthalten und Abbruch von Diäten, zu Störung der Hunger- und Sättigungswahrnehmung, zu geringe körperliche Bewegung und Aktivität, sowie bevorzugt bewegungsarmen Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen und Computer spielen, sowie einem Herunterschlucken von Gefühlen (Ärger, Wut, Traurigkeit, Freude).

Magersucht - Allgemeine Informationen

22. März 2021
von Krisenintervention an Schulen

Was ist Magersucht?

Magersüchtige sind von ihrem äußeren Erscheinungsbild auffallend dünn. Im zwischenmenschlichen Bereich sind sie oft hoch sensibel für die Bedürfnisse anderer und können sich meist verbal gut auseinander setzen. Allerdings scheint der Zugang zu ihrer eigenen Gefühlswelt sehr schwer möglich. Magersüchtige sind schwer emotional zu erreichen und zu unterstützen. Vor allem im außerfamiliären Rahmen in dem die Nahrungsaufnahme nicht so sehr im Vordergrund steht, ist auf folgende (nicht unmittelbar auf das Essen bezogene) Symptome zu achten: Es fehlt der Kontakt zum Körper und er wird ‚bekämpft‘, Bedürfnisse werden ignoriert, ständiges Wiegen und sich zu dick fühlen, der Kopf kontrolliert und steuert, Vermeidung lustbetonter Aktivität, Rückzugsverhalten, Auffallendes Tragen schwerer Gegenstände, exzessiver Sport, sich Kälte aussetzen (T-Shirt im Winter),…

Bulimie/Ess-Brechsucht - Allgemeine Informationen

22. März 2021
von Krisenintervention an Schulen

Was ist Bulimie/ Ess- Brechsucht?

Bulimische Menschen wirken vom äußeren Erscheinungsbild häufig scheinbar normal, meist schlank. Sie sind sehr gepflegt und ehrgeizig. Es ist kaum zu erkennen, dass sie Probleme haben und Hilfe benötigen. Im sozialen Umfeld ist eine Bulimie vermutlich schwerer zu erkennen als eine Magersucht. Wichtig ist dabei wie bei allen anderen Störungen für den Laien auch, die Probleme zu erkennen und nicht die einzelne Störung genau zu diagnostizieren. Nachdem das Essverhalten eher heimlich geschieht weil es schambesetzt ist, fallen vor allem Selbstekel, und das Gefühl der Person abnorm zu sein, zunehmende soziale Isolation und Vernachlässigung von Interessen sowie depressive Verstimmungen und vermehrte sportliche Aktivitäten auf. Weiters wird auch das Essverhalten in der Öffentlichkeit stark kontrolliert.

Essstörungen - Allgemeine Informationen

21. März 2021
von Krisenintervention an Schulen

Essstörungen sind Erkrankungen, bei denen es aufgrund von hohen seelischen Belastungen zu körperlichen Schäden kommt (psychosomatischen Störungen). Generell wird bei Essstörungen versucht über die Nahrungsaufnahme den Körper zu manipulieren. Am häufigsten sind Magersucht, Ess- Brechsucht /Bulimie und Binge Eating Störungen. Besonders zu beachten im sozialen Umfeld sind aber auch Vorboten von Essstörungen (latente Essstörung). Essstörungen stehen in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Zwängen, die Gewicht, Aussehen, Idealfigur und Leistungsbewusstsein thematisieren. Den Betroffenen gemein ist dabei ein nicht funktionierendes Appetit- und Sättigungssystem.